Guten Tag, meine unerkannten Freunde!
Gestern Abend, als ich die Sterne beobachtete, hatte ich eine geniale Eingebung. Wie euch ja sicherlich bekannt ist, kreisen die Planeten und die Erde um die Sonne. Dies wurde schon vor längerer Zeit von Kopernikus entdeckt, deshalb bezeichnet man diesen Wandel im Weltbild als "kopernikanische Wende". Als ich darüber sinnierte, kam mir wiederum der philosophische Gedanke, dass die Sonne mit dem Verstand zu vergleichen ist, um den die Gegenstände, die Planeten, kreisen. Der Verstand ordnet diesen die jeweiligen Begriffe zu. Da sich unsere Theorien gleichen, bezeichnet man meine auch als "kopernikanische Wende in der Erkenntnistheorie". Um dies für alle verständlich zu machen, werde ich hierfür noch ein Beispiel anführen:
Nehmen wir an, wir betrachten den Umriss eines Planeten durch ein Teleskop. So haben wir im Zentrum wieder unseren Verstand, um den die verschiedenen Begriffe kreisen, die wir dem Bild eines Planeten zuordnen. Diese können zum Beispiel sein: helles Licht, matte Kugel, leuchtender Punkt, Stern, Ringe. Aus der konkreteren Beschreibung des Planeten schließt der Verstand letztendlich, dass es sich um den Saturn handeln muss.
In Bezug auf die kopernikanische Wende kann man auch noch hinzufügen, dass die Menschen früher die Erde für das Zentrum, das Wesentliche, hielten (geozentrisches Weltbild). Genauso war es mit den Begriffen, sie wurden für das Wesentliche gehalten. Dabei haben sie nicht erfasst, dass das wahre Zentrum die Sonne ist; genauso ist es mit dem Verstand, denn um ihn ordnen sich alle Begrifflichkeiten und Strukturen.
Ich hoffe, ich konnte euren Nachthimmel etwas erleuchten!
Gezeichnet: KANT

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