Herzlich Willkommen zu einer neuen Stunde Philosophie mit mir, dem einzig wahren Kant.
Heute möchte ich näher darauf eingehen, wie unser Verstand Begriffe bildet. Dazu ziehen wir die Osbornsche Denkhaube zu Rate:
In unserem Verstand gibt es feste Strukturen (apriorisch), die von Anfang an verankert sind. Dies ist zum einen der Raum; aus ihm lassen sich Gegenstände wegdenken, aber nicht der Raum selbst, und zum anderen die Zeit. Des weiteren unterscheidet man zwischen vier Kategorien: Quantität, Qualität, Relation und Modalität. Wenn wir Erkenntnis gewinnen, kommt allerdings noch die Sinnlichkeit mit ins Spiel. Durch sie werden uns Gegenstände gegeben, die aufgenommenen Eindrücke werden dann vom Verstand geordnet.
Bevor Gegenständen Begriffe zugeordnet werden können, durchlaufen sie zwei Phasen der Ordnung. Die erste Ordnung umfasst Raum und Zeit, dadurch werden Begriffe in einem Nebeneinander und Nacheinander geordnet. Danach folgt die zweite Ordnung in Kategorien. Je nachdem in welche Kategorie der Verstand die Gegenstände ordnet, können ihnen verschiedene Begriffe zugeordnet werden.
Zum Beispiel: Man stelle sich ein Becken gefüllt mit Wasser vor. Man kann es als Einheit (Wasserfläche) oder als Vielheit (einzelne Tropfen) betrachten.
Allerdings kann unser Verstand auch spontan, d. h. "selbsttätig" sein. Er kann sich Begriffe ausdenken, ohne dass durch die Sinnlichkeit Eindrücke aufgenommen werden. Dann haben wir aber nichts erkannt, denn wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass der erdachte Begriff existiert.
Zusammenfassend habe ich erkannt, dass zum Erkenntnisprozess Sinnlichkeit und Verstand notwendig sind.
Gezeichnet: KANT
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